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Probezeit

Was ist die Probezeit?

Der Gesetzgeber gewährt dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer die Möglichkeit, in einem bestimmten Rahmen eine Probezeit zu vereinbaren, in der sich die Parteien besser kennenlernen und gegebenenfalls die langfristig angedachte Beziehung schnell und einfach beenden können.

Dauer der Probezeit

Der erste Monat eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses gilt als Probezeit, falls die Parteien nichts anderes vereinbart haben.

Die Vertragsparteien können auf die Probezeit ganz verzichten oder sie verkürzen, wenn sie das so vereinbaren. Auf der anderen Seite kann die Probezeit auf maximal drei Monate verlängert werden, wobei dies schriftlich festgehalten werden muss.

Was gilt als Kündigung während der Probezeit

Hier geht es um den Zeitpunkt der Kündigung. Damit eine Kündigung noch als in der Probezeit ausgesprochen gilt, muss sie bis am letzten Tag der Probezeit beim Adressaten eintreffen. Es ist also nicht etwa das Versanddatum entscheidend. Damit ist auch gesagt, dass die Kündigungsfrist nach der Probezeit ablaufen kann.

Ohne anderweitige Abmachung kann der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis daher im ersten Monat ab Stellenantritt jederzeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Kalendertagen kündigen, dies auf jeden Wochentag

Probezeit bei befristeteren Verträgen

Bei befristeten Arbeitsverträgen muss eine Probezeit ausdrücklich vereinbart werden, da die gesetzliche Regelung von Art. 335b OR nur bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen zur Anwendung kommt. Ist hierzu nichts abgemacht worden, entfällt eine Probezeit. Wird nur eine Probezeit vereinbart, jedoch nichts über deren Dauer und die Kündigungsfristen ausgesagt, so wird vermutet, dass die Regelung von Art. 335b OR gelten soll.

#Anstellung #Personal

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